Ich kann doch Bedingungen stellen, soviel, wie ich will.

Telefonprotokoll vom 8. 3. 2004.
Anrufer: Udo Pohlmann
Teilnehmer: Rainer Koch


Start:

Rainer 99
Äh, öh, öh, …..

Udo Pohlmann
Ja.

Rainer 99
Was wollen Sie denn anzeigen, Herrschaftszeiten.

Udo Pohlmann
Jetzt kann ich Sie verstehen. Jetzt haben Sie wahrscheinlich `n bessren Kontakt.

Rainer 99
Ja, was wollen Sie denn jetzt noch anzeigen, ich wusste gar nicht, dass Sie mich wegen Autodiebstahl angezeigt haben, so ein Blödsinn !

Udo Pohlmann
Ach so, macht ja nichts. Ja, wegen dieser Sache mit diesen 10.000 Euro, das war nicht so ganz legal.

Rainer 99
10.000 Euro, ja was, was ist denn passiert, haben Sie sie bezahlt ? Nein.

Udo Pohlmann
Hab` ich nicht, aber Sie haben dieses als Bedingung gestellt, dafür dass Sie nachdenken.

Rainer 99
Ja, äh, w, he, he, he, ich kann doch Bedingungen stellen, soviel, wie ich will. Wenn ich nicht nachdenke, dann denke ich nicht nach.

Udo Pohlmann
Ja, aber wenn Sie, wenn Sie was wissen, müssen Sie es sagen und da Sie der Vermieter, sollte wohl kaum irgend jemand anderes, einen Auftrag gegeben haben, dass das Ding da abtransportiert wird, oder war das der Günther.

Rainer 99
Aber jetzt erklären Sie mir doch mal eindeutig, welchen Straftatbestand ich erfülle, wenn ich nicht nachdenke.

Udo Pohlmann
Darauf zielt der Straftatbestand nicht ab, aber ich werde heute Abend mal mit Herrn Günther Koch telefonieren.

Rainer 99
Was hat der denn damit zu tun ?

Udo Pohlmann
Das will ich ihn fragen. Genau das ist die Frage.

Rainer 99
Sie glauben dass, dass der alte Mann, da auch noch was mit dem Auto zu tun hat, ne ?

 

Udo Pohlmann
Nein, ich habe dazu keinen Glauben, aber ich kann mir vorstellen, dass er etwas weiß, was er nicht gesagt hat.

Rainer 99
Ja. Den haben Sie doch als Zeugen benannt.

Udo Pohlmann
Es wird von mir jetzt ein besseres Papier ausgearbeitet, ich hatte ja gehofft, dass auf meine Anzeige hin, der Rainer Koch auch vernommen wird und dann hätte ich von Ihnen auch eine Aussage gehabt, die wollte ich doch eigentlich haben, aber das ist natürlich Quatsch, was einzustellen, wenn der Beklagte noch nicht mal Stellung dazu genommen hat.

Rainer 99
Ja. Das ist aber doch in unserem Rechtstaatsystem üblich so.

Udo Pohlmann
Ah, ah.

Rainer 99
Bei irrsinnigen Anzeigen, wird noch nicht mal der Angezeigte angehört.

Udo Pohlmann
Ach so und diese Anzeige mit Verleumdung und so gegen mich, war das auch so eine Irrsinnige ?

Rainer 99
Verleumdung ?

Udo Pohlmann
Ich hab` deswegen, ja, ich hätte wohl in Ihrer Nachbarschaft wohl Sie verleumdet. Auch in Bad Driburg, oder so. Bei Herrn Pesch.

Rainer 99
Ja, ….

Udo Pohlmann
Ich hab` darauf keine Anzeige bekommen, nicht mal per Post

Rainer 99
Ja.

Udo Pohlmann
War wohl `ne irrsinnige Anzeige.

Rainer 99
Wahrscheinlich.

Udo Pohlmann
Aha. Haben wir schon 2 irrsinnige Anzeigen.

Rainer 99
Ja.

Udo Pohlmann
Ach guck.

Rainer 99
Also Herr…..

Udo Pohlmann
Ich habe ja Sie schon angeschrieben, zu dieser Sache mit den 10.000 Euro, Sie sollen Stellung dazu nehmen. Den Brief haben Sie auch bekommen, denn der ist ja auch nicht zurück gekommen. Den habe ich an die Fuchs geschrieben, da haben Sie dort noch gewohnt, wer weiß, wo Sie jetzt wohnen, oder diese Petra, Petra Koch darf ich mal so sagen.

Rainer 99
Ja.

Udo Pohlmann
Geheim irgendwo, Rudolfi Strasse, kann ich mal so hinnehmen, weiß ich nicht. Aber ….

Rainer 99
Da wohnt Michel.

Udo Pohlmann
Sie haben ja auch diese Briefe bekommen, teil auch darauf reagiert beantwortet, aber nicht auf die mit dem etwas ernsteren Inhalt. Dazu habe ich keine Antwort bekommen.

Rainer 99
Ne. Weil die ja nie angekommen sind, bei mir.

Udo Pohlmann
Die sind alle angekommen. Jeder einzelne Brief ist angekommen und was nicht ankommt, käme zurück und die Fuchst, die würde schon die Briefe weitergeben. “He Rainer, komm` mal hier hin, hier ist noch ein Brief für Dich. Hier, nimm` mit. Tschüss !“ So ungefähr.

Rainer 99
Tcha, die hat wohl ….

Udo Pohlmann
Oder die Kinder basteln da auch keine Papierschwalben drauf, ne ?

Rainer 99
Ja, ich hab` aber nicht, hamse es denn per Einschreiben geschickt ?
Udo Pohlmann
Ja.

Rainer 99
Und die sind doch zurück gekommen, die 2 Karten, oder nicht.

Udo Pohlmann
Nein, es waren noch keine Rückscheine dabei. Ich habe ja 2 Briefe mit Rückschein an Sie gesandt. 2 Stück. Ein Rückschein ist zurück gekommen, der Andere kommt vielleicht später mit dem Brief zurück, ich weiß es nicht. Zwei, der Zurückgekommenen Einschreibe-Briefe an Herrn Rainer Koch.

Udo Pohlmann
Ist ja alles bei der Post sehr unsicher.

Rainer 99
Ja, aber was ham Sie denn davon, mit Rückschein hin und her ?

Udo Pohlmann
Ja, dann hätte ich Ihnen mal nachweisen können, dass Sie meine Briefe auch bekommen haben und ich bräuchte vielleicht nicht so wie jetzt, dumm und dämlich über dieses Quatsch herumdiskutieren. Sie wissen ganz genau, wie der Vorwurf aussieht, Sie wissen ganz genau, dass der Vorwurf richtig ist und Sie haben noch nicht einmal es für nötig gehalten, das zu bestreiten.

Rainer 99
Ne, weil es ja auch nicht stimmt.

Udo Pohlmann
Sie haben mich nicht erpresst.

Rainer 99
Ne.

Udo Pohlmann
Dann schreiben Sie es auf, unterschreiben Sie es mit einer richtigen Unterschrift, nicht mit irgend einer für irgend einen Tag, sondern mit einer rechtsgültigen Unterschrift ….

Rainer 99
Rainer Neunundneunzig !

Udo Pohlmann
Rainer Neunundneunzig, das ist die rechtsgültige Unterschrift, ach guck. Sie heißen ja nicht Neunundneunzig, ne ? Würden Sie bei einem bei der Einrichtung eines Kontos auch mit Rainer Neunundneunzig unterschreiben ?

Rainer 99
Je nach dem, was für ein Tach ist. 101, mach` ich auch schomma.

Udo Pohlmann
Das ist schön. Das ist schön, wollen Sie mit Gewalt erreichen, dass Sie inne Klapsmühle gehen ?

Rainer 99
Herr Pohlmann.

Udo Pohlmann
Ja.

Rainer 99
Gehen Sie bitte davon aus, ich bin ordentlicher Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens.

Udo Pohlmann
Ai, jai, jai. Seit wann das denn ?

Rainer 99
Und gehen Sie bitte davon aus, dass meine Geschäftsgebaren, alle vom, von der IHK, von, von Banken ecetera geprüft werden. Ich muß mich nicht einer Gesundheitsprüfung, ä, stellen.

Udo Pohlmann
Mm, das sehe ich anders.

Rainer 99
Verstehen Sie ? Erfolchreiche Leute, die es im Griff ham, die brauchen sich keiner Sache stellen.

Udo Pohlmann
Die müssen …

Rainer 99
Es wäre viel mehr angebracht, dass Leute, die nicht Erfolch ham und die irrsinnige Anzeigen schalten, dass die eventuell mal untersucht werden.

Udo Pohlmann
Das wäre wohl die falsche Bedingung. Aber wenn das Finanzamt Ihnen schon hinterher ist, dann weiß ich nicht, wie erfolgreich Sie da sind. Steuersachen.

Rainer 99
Das Finanzamt war ein Beispiel. Es sind mehrere Sachen, die sind nicht hinter mir her, aber ein ein eine stetig wechselnde Adresse hat mehrere Vorteile.

Udo Pohlmann
Mm ja.

Rainer 99
Zum Beispiel, ein Herr Pohlmann erreicht mich gar nicht.

Udo Pohlmann
Dafür würd` ich sie aber wenigstens noch nicht mal eine Waschmaschine von A, nach B, tragen.

Rainer 99
Brauch ich doch auch gar nicht. Brauch´ ich doch überhaupt nicht.

Udo Pohlmann
Ach so, Sie besitzen keine Möbel.

Rainer 99
Ne.

Udo Pohlmann
Kein Aquarium

Rainer 99
Ich habe nur Postfach und ä, Briefkastenschlüssel.

Udo Pohlmann
Ja, aber irgendwo haben Sie auch eine Bleibe. Das war früher mal der Keller, ne ? In Bad Driburg mit dem Anrufbeantworter.

Rainer 99
Ganz genau.

Udo Pohlmann
So was, so was ähnliches.

Rainer 99
Im Keller war ich da.

Udo Pohlmann
So was ähnliches, wer wohnt denn im Keller, da sit ja schon fast schon michelhart.

Rainer 99
Ja, aber wa, wa, was ist denn, wollen Sie das auch noch anzeigen ? Oder was.

Udo Pohlmann
Nein, nein, nein, auf keinen Fall. Ich möchte meine privaten Akten wieder haben, es ist folgendes, wenn Sie Geld von mir wollen, nur als Beispiel und ich kann leider dem Finanzamt nicht die alten Aktennachweisen, dann hab` ich hier vielleicht 30.000 Euro nachzuzahlen, bloß weil die Jahre fehlen, ne ?

Rainer 99
Herr Pohlmann

Udo Pohlmann
Man darf doch nicht, man darf doch nicht einfach hier so ein Lager leer machen, ohne ….

Rainer 99
Ä, ö, welches Lager ? Von welchen Lager reden Sie ?

Udo Pohlmann
Krackser Strasse.

Rainer 99
Da war ich doch gar nicht bei, das wissen Sie doch.

Udo Pohlmann
Ne, aber Sie haben ja in den Akten geblättert. Hinterher. Dann wissen Sie auch eigentlich, wo die sind, oder gewesen waren, sind die jetzt auch in Slowenien ?

Rainer 99
Das ist alles verloren, Herr Pohlmann, das ist weg.

Udo Pohlmann
Ja, eben. Gut, vielleicht haben Sie, vielleicht haben Sie die ja nicht verbracht, also keine Verbringung verursacht.

Rainer 99
Ne.

Udo Pohlmann
Aber, es ist ja so, die Akten sind, wenn sie weg sind natürlich auch Bedingung dafür, dass ich nun dem Finanzamt, diese alten Steuerunterlagen nicht mehr nachreichen kann.

Rainer 99
Ne.

Udo Pohlmann
Das ist schlecht.

Rainer 99
Warum ?

Udo Pohlmann
Ja, solange ich dem Finanzamt nichts auszahlen kann, kann ich auch nichts mehr investieren. Auch nicht mehr in solche Sachen.

Udo Pohlmann
Das sind doch alles Dinge, die vernetzt sind. Das Finanzamt macht doch auch den gleichen Fehler, blockiert mein Geschäft, in der Hoffnung, schneller an das Geld zu kommen, das ich gar nicht verdienen kann. Das ist so, als ob man seinen eigen Ast absägt. Das ist ein Geistesdefekt. Ich weiß nicht, ob die Spaß daran haben, oder ob die wohl `ne Provision dafür kriegen.

Rainer 99
Ja, vielleicht steck` ich da auch noch hinter.

Udo Pohlmann
Nö. Nö, das wär` übertrieben.

Rainer 99
Ja, also, Sie kriegen alles hin. Sie konstruieren das für ich für sich hin, dass ich da auch noch Schuld dran bin.

Udo Pohlmann
Schuldig ! Heißt das.

Rainer 99
Sie werden einen so genannten Offenbarungseid, noch in diesem Monat leisten.

Udo Pohlmann
Ist das beschlossen ?

Rainer 99
Und dann, lieber Herr Pohlmann, ist für Sie, geschäftstechnisch, der Ofen aus.

Udo Pohlmann
Nein, ich mach` so weiter, wie bisher, bloß mit dem Unterschied, dass ich nicht mehr so viel ausgeben kann, wie früher, falls es mir einmal wieder besser geht, ne ? Ich werde genau so weiter arbeiten, wie bisher.

Rainer 99
Nanein, Sie haben keine Geschäftsverbindung, Sie haben kein Girokonto mehr, Sie haben Gornicks mehr.

Udo Pohlmann
Auch kein Konto.

Rainer 99
Da geht sofort `ne Meldung an die Bank und mit solchen, sage ich jetzt mal, Pleitegeiern, da will doch keine Bank mehr mit zusammenarbeiten.

Udo Pohlmann
Pleitegeier ist was anderes, ne ?

Rainer 99
Ja aber, Sie haben doch auch vernünftiges erwirtschaftet, Sie können doch auf keine Rücklagen zurückgreifen. Sie kommen ja bei 30.000 o, ach was sage ich, 300 Euro Mietrückstand, da kommen Sie schon ins kollabieren. Sie sind fertig !


Ende der Protokolls.

 

Im weiteren Verlauf erklärte Herr Rainer Koch, dass er Frau Dehn und Herrn Andreas Mattwich kennen würde, aber er bräuchte nicht als Zeuge aussagen, es gäbe genug Zeugen, Seine Energie bräuchte er woanders.