Im Vorfeld werden die Verhandlungen besprochen mit dem Richter

Verhör zur Strafsache Rainer Koch / RA Frohne. Wegen Bestechlichkeit / Parteiverrat. Beschuldigter: Rainer Koch, Jäger Straße 16 a, in 33161 Hövelhof, Holzsammler, Garagenvermieter. Protokoll eines Verhör -Telefonates vom 4. 3. 2004 Anrufer Udo Pohlmann Geständnisgeber Rainer Koch Dauer etwa 14 Minuten, Start um 16:24:23 Uhr. Das ist ganz normal, im Vorfeld, da werden die Verhand-lungen besprochen mit dem Richter, Rechtsanwalt und Kläger und dann wird das festgelegt, was hätten Sie gerne, dann wird ein kleiner Schaukampf vorweg gemacht, da wird Säbelrasseln gemacht und dann einigt man sich.


41 Js 241 / 05 Start der Verhörung:

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Also, was hat der Frohne gesagt ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
P. bist Du eigentlich so doof, oder tust Du nur So ? Meinst Du der, der Frohne würde irgend was zugeben ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, der Koch tut`s ja auch.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ich sach Dir das so, wie es ist, ich geb` Dir die Lösung im Nachhinein, also jetzt sei endlich ruhig ! A Ruhe is `.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Wie heißt die Lösung ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Es ist gelaufen, es ist ein abgeschlossenes Verfahren, ich hab`die Lösung benannt, sei zufrieden, lerne aus so Fehlern und fertig ist die Laube.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ich hab` mich Michel telefoniert. Ich hab`mit Michel …

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ne ? Du bohrst jetzt hinter Sachen wieder her, die überhaupt nichts bringen.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Weiß ich nichts von. Er hat also angerufen.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Was ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Er hat also angerufen. Was habt Ihr denn besprochen, Ihr zwei beide, heimlich ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Wir haben überhaupt nicht angerufen, das ist, das ist ganz normal, im Vorfeld, äh, da, da werden die Verhandlungen besprochen, mit dem Richter, Rechtsanwalt und und Kläger. Mein Fresse.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja. So kenne ich das auch, aus der Fantasie.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Und da wird das festgelegt, was hätten Sie gerne, da wird ein kleiner Schaukampf vorweg gemacht, da wird Säbelrasseln gemacht und dann einigt man sich. Und der kleine P…. hat da gesessen, wie ein begossener Schuljunge.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach guck.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ganz einfach.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach guck. Ach guck.

Rainer Koch, Beschuldigter:
So, hat seine 300 Euro inne, in`s Händchen gekriegt und der ganze Fall ist abgewickelt.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Und der Frohne hat 3.000 bekommen.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Da wollen wir uns gar nicht drüber auslassen, wer was wo wie viel und wann überhaupt gekriegt hat.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Hat denn der Richter wenigstens auch seinen Anteil bekommen ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Salehr nennt sich das. Salehr.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Bitte ? Wie heißt das ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Salehr.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Salehr. Der Schlattmann.

Rainer Koch, Beschuldigter:
P….. P….. P……, ich weiß nicht, was Du willst, was Du willst. Du mußt doch langsam mal erwachsen werden.Junge.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, ja, ja, endlich mal.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Es wird doch überhaupt nix.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ah, ja. Und was hat der Richter so bekommen ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Was ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
So ein Geschenk, vielleicht zu Weihnachten ? Öfter mal ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Weihnachten zwischen ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Nö, aber ab und zu, wenn Fälle öfters sind, lohnt sich es vielleicht, einmal im Jahr, dem Schlattmann ein Geschenk zu machen. Macht man doch nicht.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ich hab` Dir vie viel mal gesagt, ich gehe in den Amtsgerichten, bis zum Landesgericht, gehe ich ein und aus. So Du hast einmal im Leben ein kleines Verfehlchen, sag` ich mal, wo Du sowieso schlechte Karten hattest und da wunderste Dich, dass De da so Abschluss gekriegt hast ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Nicht aufschlussreich, junger Mann

Rainer Koch, Beschuldigter:
Das hat doch mit Aufschlussreich nichts zu tun. Das sind geübte Profis und Du bist `n Leihenschauspieler.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach guck, ach guck.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Jedem ist geholfen, das Verfahren ist abgeschlossen Du hast Geld inne Finger gekriegt, was De bisher nötig hattest, um den Frohne überhaupt zu bezahlen.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach guck. Ach guck, Der Frohne hätte mehr Geld bekommen, wenn er gewonnen hätte, ne ?

 

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja natürlich, aber vielleicht reichte ihm das Geld.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, wenn, man das aufteilt, 300 von sagen wir mal in offizieller Weise 1.000, 2.000 so nebenbei, ne ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Junge, jetzt so langsam kriegt er seine Klotten zusammen. Junge, Junge, Junge.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Richtig ? Richtig !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Mensch das ist direkt auffällig, wie langsam Du bist. Du willst immer so clever sein, wirfst mir irgend was vor und selbst biste langsam, wie 5 Panzerschränke inne Reihe.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
So, so, so, so. So, so, so, so, das sind alles Dinge, die ich mir längst gedacht habe.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Och wie schön.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Aber es ist doch, es ist doch schön, wenn man das auch mal bestätigt bekommt.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja, ist das nicht herrlich, ich hab` doch bis jetzt alles bestätigt.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, der Frohne möchte mich ja gerne verklagen.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja, bitte, guck haste `n nächsten am Gange. Haste haste ihn jetzt vielleicht schon so direkt angeschuldigt, haste gesagt, Frohne Du hast Geld genommen ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Nein, ich hab `ihn gefragt, wie viel das gewesen sei.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ach Du meine Güte, so doof kann man doch nicht sein.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Doch !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Aißaßei. Ich weiß nicht, ob Du noch zu retten bist. We, welcher seriöse Anwalt gibt denn zu, also ich, also ich, also ….

 

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, oder welcher seriöse Medizinaldirektor gibt denn zu ….

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ich kann es zugeben, weil es ein abgeschlossenes und abgetrenntes Verfahren ist. Wenn Du das Verfahren jetzt wieder aufwühlen würdest, sach ich jetzt mal, das geht gar nicht, das ist abgeurteilt, das ist gelaufen.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Es Gab doch kein Urteil.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Da ist ein Vergleichsurteil geschlossen worden, mit 300 Euro und da waren wir mit durch.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach so.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ist doch ganz einfach.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Wühlen wir es wieder auf.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Hast Du denn damals Abitur damals überhaupt gemacht, oder so ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ich brauch` doch kein Abitur.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Was ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ich brauch` doch kein Abitur.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Was hast Du überhaupt gelernt.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Denken.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Bäcker ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Denken !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Was ist das ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Denken.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Denker ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Denken, ja, Nachdenken.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Junge, Junge, verstehe ich nicht richtig, dass De da nicht, aber da haste keinen Abschluß gemacht, mit Denken.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Nö, aber im Kopf habe ich den gemacht.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Guck mal, ich komme gerade außer Verhandlung raus, ne? Da ging es um 70.000 Euro

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Och, Schön.

Rainer Koch, Beschuldigter:
So. Das geht rasch, da guckt man sich inne Augen rein, jede Verhandlung, äh, äh, neue Aufsache, die kostet doch nur Geld.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, Wer hat denn gewonnen, bei den 70.000 ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja, wer, wer wohl ? Wer gewinnt hier die Prozesse ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ich weiß es nicht. Der Sieger, ne ? Doch wohl nicht etwa der Koch

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Haben Sie Geld gewonnen ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Geld gewonnen ? Geld, was mir zustand.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach so, dann haben Sie ja 70.000 Euro mehr. Das freut mich ja. Ich würd ` ja gern` noch zwei Nullen dranhängen.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja sicher, wenn ich die Lottozahlen von morgen wüsste, ich wüsste nicht, ob ich sie besser ankreuzen sollte, oder ob ich Ihnen die verraten sollte. Fast das Gleiche, ne ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Wie kann ich Dir bloß helfen, Du bist doch so irgendwie, auf der einen Seite schlau, auf der anderen Seite grenzt Du irgendwo Dein Denken ab. Zack, da ist auf Einmal so eine Schlucht Du weißt zwar alles, wie es da unten aussieht, aber Du bist irgendwie, bist Du so einfach, so naiv, ne ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Hmmm, ja.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Waste nicht sehen und riechen kannst, glaubste nicht, ne ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ich weiß nicht, ich sehe die Dinge ein bisschen anders.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Jetzt hatte den Frohne angerufen, Onkel Frohne hast Du denn von dem Pappa Koch Geld angenommen ? Du ! Du ! Du ! Du! Was machst Du denn ? Das ist doch mein Geld ! Du solltest doch gewinnen !

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Genau. Du solltest doch gewinnen.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Jetzt hab` ich 300 Schlipse bekommen und nach einem Jahr fällt mir ein, dass das doch ein bisschen wenig ist. Du !

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach, ja, die Schokoladenpreise.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Mann, Mann, Mann. Pohlmann, Pohlmann, da müssen Sie doch mal langsam mal klar drüber denken. Jetzt werden Sie noch von der Seite verdonnert, verklagt, was auch immer, ich weiß nicht, wie viel Fronten bauen Sie sich da überhaupt auf ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
So viel, wie es geht.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Jah.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Wüssten Sie noch eine Front für mich ?

 

Rainer Koch, Beschuldigter:
Und dann und dann kommt es zur Kesselschlacht

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, daher der Michel, der ist ja auch noch da und der Lizo, den muß ich ja auch noch, genau.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Den Lizo wollen Sie auch noch, den Graf von Lizo ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Öh, nein, den wirklichen Lizo. Insterburger.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Den Lizi wollen Sie verklagen, den wa was haben Sie grad noch gesagt ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Michel !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Was hat der Ihnen denn getan ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Er hat nicht geantwortet, wer das Schild abgerissen hat.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ooooh, da, wer bei Ihnen nicht antwortet ist Schuld, ne ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Schuldig ! Wie haben schon mal darüber gesprochen, schuldig !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Hähä.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Hähähähä.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Oh ! Oh ! Oh ! Wenn Sie mich doch jetzt nicht erreichen, auf dem postalischen Weg, ich kann gar nicht antworten, bin ich dann schuldig in allen Instanzen ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ich denke, wer nicht antwortet, verbirgt, dass ich Recht habe.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja, der muß mich aber doch erst mal erreichen

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Das erreiche ich schon, das erreiche ich dann schon, über die neue Anschrift. Über die ganz neue Anschrift erreich` ich Sie !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja, wo ist die ganz neue ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja die ganz neue ist, Rudolfi Straße 41

Rainer Koch, Beschuldigter:
Jah !

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Jah !

Rainer Koch, Beschuldigter:
Oijoijoi, wie lange hat das gedauert ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, bis zu dem Geständnis hin.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Geständnis.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja

Rainer Koch, Beschuldigter:
Hat der …

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Und übrigens ist j dazu dem Zeitpunkt in der Rudolfi Straße kein Rainer Koch gemeldet gewesen, ne ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Moment mal. Sie verwechseln eine ladungsfähige Anschrift mit einer gemeldeten Anschrift.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Das sind 2 verschiedene Pötte.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Bei dem Einen braucht man nicht zu leben, bei dem andern lebt man.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ah, ja.

 

Rainer Koch, Beschuldigter:
Man kann auch variieren, man kann auch sagen, man lebt dort und man wechselt wieder nach dort.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Hmhm. Ja wenn man muß, wenn man wechseln muß

Rainer Koch, Beschuldigter:
Wenn man wechseln muß, wenn man dazu gehalten ist, dann wird man da so in der Form machen

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Erreichen andere Leute Sie denn

Rainer Koch, Beschuldigter:
Mich erreicht jeder.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, auch das Gericht ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Auch das Gericht.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Das ist schön

Rainer Koch, Beschuldigter:
Das ist ja wieder `ne gerichtsfähige Ladungsanschrift, das ist wieder was anderes. Sie wollen ja nur `ne Zustellanschrift haben. Das ist das, was ich bei Ihnen vermisse. Diese, diese Rechtskenntnis.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Aaaa, ja wie schön.

Rainer Koch, Beschuldigter:
`Ne ? `ne Zustellfähige, `ne Gerichtzustellbare, da ist so eine Postzustellungsurkunde, die hat praktisch richterlichen Charackter und Sie haben ja jetzt lediglich so vor, ich weiß nicht was Sie mir zustellen wollen
Einschreiben, oder was, wo ich gegenzeichnen muß.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Mm, wenigstens mal antworten.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja und wenn, wenn ich` s nicht bekommen ? Ich würde Ihnen vorschlagen, dass Sie da `ne Zustellungsurkunde raus machen.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach, guck.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Die kommt immer an.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Nein. Man weiß ja nicht, ob Sie irgend wo sind, da sind, in der Ferne sind, in Hamburg Russland

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ja, es gibt ja öh, öh, Umlegungs, also …

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Jaja. Jaja, jaja.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Falls sie nicht bei dem Einen nicht angekommen sind, landen sie beim Anderen wieder.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Jajaja.

Rainer Koch, Beschuldigter:
`Ne, mit Sperrvermerke, aber da muß ich Sie doch gar nicht drüber aufklären.Da gibt`s Sperrvermerke, da steht ganz klar drauf, Pohlmann, Nessel Straße, bitte zurück, Punkt.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach guck.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ne ? Dann ist das erledigt, der Fall.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ach guck. Ach guck.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ne ? Und wenn ich keine Lust habe, auf Ihre Briefe, dann nehme ich sie nicht an. Brauch` ich doch auch gar nicht. Welcher, welches Gesetz schreibt mir das denn vor ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Keines

Rainer Koch, Beschuldigter:
Hm ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Keines, aber dann möchte ich nicht hinterher hören, ich hätte nicht rechtzeitig den Herrn Koch in Kenntnis gesetzt.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Ich bin nicht in Kenntnis gesetzt worden, ich habe keine Briefe bekommen. Damit hab` ich doch nicht gelogen.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Nein, aber einer ist ja angekommen. Und die anderen, auf die Sie geantwortet haben, auch, ne ? Einen Brief, den man beantwortet, hat mach auch gelesen.
Rainer Koch, Beschuldigter:
Ich wüßte nicht, was Sie da beantwortet bekommen haben und wo ich unterschrieben habe, ich habe täglich neue Unterschriften, äh, wenn die das, das so zeitgleich übereinander gehen, dann will ich` s mir wohl mal ansehen, aber im Moment kann ich nur sagen, ich hab` von Ihnen keinerlei Briefe entgegen genommen ….


 

 

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Täglich neue Unterschriften ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Täglich, ja.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Das ist einmal heißt es Rainer 99, dann heißt es Koch …

Rainer Koch, Beschuldigter:
Rainer 99, Rainer 88, 77 hab` ich schon gehabt, 110, 111

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Hmhm. Was macht der Jenige, der nichts zu verbergen hat, nimmt der vielleicht immer nur die gleiche Unterschrift ?

Rainer Koch, Beschuldigter:
Tcha, das macht so der der Bürger, ne ? Der normale Bürger, wie Sie und der Herr Frohne, die unterschreiben einheitlich.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Einen ganz neuen Trick habe ich heute kennen gelernt, besser gestern. Ich habe einen Einschreibebrief geschickt, mit einem Rückschein.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Jah.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Da kamen aber 2 Rückscheine zurück

Rainer Koch, Beschuldigter:
Kamen zurück ?

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Zwei Stück.

Rainer Koch, Beschuldigter:
Gibt`s doch wohl nicht.

Udo Pohlmann, Geschäftsführung:
Ja, ganz neuer Trick. Was ? Was ? Könnte ein Trick von Ihnen sein, ne ?

Ende der Verbindung

Anlagen: Briefe des Beschuldigten:
Auch die Stellplatzgenehmigung wurde vom Beschuldigten in meiner Gegenwart
Unterzeichnet. Er selbst hat die Seite oben handschriftlich ergänzt.